27. Oktober 2015

Infotag Bauausbildung zeigt Faszination der Bauberufe

Baubranche bietet fundierte Ausbildung und gute Aufstiegschancen


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Auf außerordentlich gute Resonanz stieß der landesweite Infotag Bauausbildung, der am 27. Oktober 2015 zum 15. Mal in Baden-Württemberg stattfand. Zahlreiche Schüler und Lehrer folgten der Einladung der baden-württembergischen Bauverbände und machten sich in 18 Bau-Ausbildungszentren ein Bild von der Ausbildung und den Karrierechancen in den Bauberufen. Bei einem einleitenden Vortrag konnten sich die Besucher zunächst über die Tätigkeitsfelder in den über 20 Berufen der Bauwirtschaft sowie über Inhalte und Ablauf der Ausbildung, Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten informieren. Der anschließende Gang durch die Werkhallen eröffnete den Schülern zusätzlich die Möglichkeit, anhand kleiner praktischer Aufgaben ihr handwerkliches Geschick zu testen.

Mit der Veranstaltung will die Branche auf die Faszination der Bauberufe aufmerksam machen und mit Vorurteilen aufräumen. Zu den Pluspunkten einer Lehre am Bau zählen neben der hervorragenden Qualität der Ausbildung, die exzellenten Aufstiegsmöglichkeiten für Fachkräfte. Grund für die guten Karrierechancen ist auch das hohe Durchschnittsalter des jetzigen Fachpersonals: Auf dem Bau werden in den kommenden 10 Jahren altersbedingt rund 30 Prozent der gewerblichen Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Zu den Vorteilen der Bauberufe gehört zudem die Sicherheit der Arbeitsplätze. Denn wegen der vielfältigen anstehenden Bauaufgaben, z.B. im Verkehrswegebau, im Wohnungsbau, in der Modernisierung des Gebäudebestandes und im Kanalbau, ist die Branche auch in der Zukunft sehr gut beschäftigt und benötigt dringend qualifiziertes Fach- und Führungspersonal. Nicht zuletzt können sich die weit überdurchschnittlichen Ausbildungsvergütungen in den Bauberufen sehen lassen: Sie liegen im ersten Ausbildungsjahr bei 708,- Euro, im 2. Ausbildungsjahr bei 1.088,- Euro und im dritten Ausbildungsjahr bei 1.374,- Euro brutto pro Monat.

Um eine hohe Qualität der Ausbildung zu gewährleisten, bietet die Bauwirtschaft ihren Nachwuchskräften – zusätzlich zur betrieblichen Ausbildung und zum theoretischen Unterricht in der Gewerbeschule – eine ergänzende praktische Unterweisung in allen berufsspezifischen Fertigkeiten, die in überbetrieblichen Ausbildungszentren stattfindet. Die Ausbildung verläuft in zwei Stufen. Stufe 1 umfasst im ersten Lehrjahr die berufliche Grundausbildung; im zweiten Jahr steht die berufsbezogene Ausbildung im Vordergrund. Anschließend kann in einer Prüfung die Qualifikation als Hochbau-, Ausbau- oder Tiefbaufacharbeiter erworben werden. Im dritten Lehrjahr (Stufe 2) durchläuft der Auszubildende eine besondere berufliche Fachbildung und Spezialisierung im gewählten Bauberuf. Am Ende des dritten Ausbildungsjahres erfolgt dann die Abschlussprüfung als Geselle.

Nach der dreijährigen Ausbildung bieten sich engagierten Fachkräften sehr gute berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Sie können, nach einer entsprechenden Fortbildung, Vorarbeiter, Polier oder Meister werden. Wer die Voraussetzungen erfüllt und am Ball bleibt, kann es sogar bis zum Bauingenieur bringen. Eine zusätzliche Perspektive stellt der Schritt in die Selbständigkeit dar.

Insgesamt wurden im Ausbildungsjahr 2014/2015 in Baden-Württemberg rund 5.700 Nachwuchskräfte in den Bauberufen ausgebildet.

Weitere Infos unter: www.infotag-bauausbildung.de oder www.bau-dein-ding.de