23. Februar 2015

Bauwirtschaft meldet knapp 13 Mrd. Euro Umsatz für 2014

Schwäche im Wirtschaftsbau setzt sich weiter fort


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Stuttgart. Die baden-württembergische Bauwirtschaft hat 2014 insgesamt 12,9 Mrd. Euro umgesetzt und damit 5,6 % mehr als im Vorjahr. Dies teilt die Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg in ihrer abschließenden Jahresbilanz mit. Den größten Anteil davon erwirtschaftete mit 5 Mrd. Euro der Wohnungsbau (+ 7,1 %). Der öffentliche Bau legte um 8,6 % auf 3,4 Mrd. Euro zu und der Wirtschaftsbau lag bei 4,4 Mrd. Euro. In dieser Bausparte verlief die Entwicklung allerdings deutlich schwächer als zu Jahresbeginn erwartet. Der Umsatzzuwachs betrug hier lediglich magere 1,7 %. Ursache ist offenkundig die Investitionszurückhaltung der stark exportabhängigen baden-württembergischen Unternehmen angesichts der unsicheren wirtschaftspolitischen Lage.

Erfreulich entwickelte sich im vergangenen Jahr der Arbeitsmarkt. Aufgrund der insgesamt guten Auftragslage auf dem Bau nahm die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden um 6,9 % zu. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Beschäftigten um 1,8 % auf durchschnittlich 91.358. Dagegen sank die Zahl der gemeldeten offenen Stellen im Monatsdurchschnitt auf etwa 1.100. Der Markt für qualifizierte Fachkräfte sei praktisch leergefegt beklagen die Bauunternehmen im Land. Besonderer Bedarf herrsche an Polieren und Bauingenieuren. Aber auch Baulehrlinge seien immer schwerer zu finden. 2014 sank deren Zahl um 3 % auf 5.699 Auszubildende.