24. Oktober 2017

Baubranche bietet Nachwuchskräften Top-Karrierechancen

Landesweiter Infotag Bauausbildung findet große Resonanz


contentmaker/standard/editor.tpl | standard

Zahlreiche Schüler, Lehrer, Eltern und Berufsberater nutzten am 24. Oktober 2017 den Infotag Bauausbildung der baden-württembergischen Bauverbände, um sich in landesweit 18 Ausbildungszentren über die Bauberufe zu informieren. Die Besucher konnten sich vor Ort bei einem einführenden Vortrag sowie einem anschließenden Rundgang durch die Werkhallen umfangreich mit Inhalten und Anforderungen der Ausbildung sowie beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten vertraut machen. Neben Begegnungen und Gesprächen mit Auszubildenden und Ausbildungsmeistern gab es für die interessierten Schüler auch Gelegenheit, anhand kleiner praktischer Aufgaben ihr handwerkliches Geschick zu testen.

Hintergrund des Informationstages ist die hohe Nachfrage nach Fachkräften in der Bauwirtschaft. Um die vielen anstehenden Aufgaben etwa im Wohnungsbau, in der Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude sowie im Verkehrswegebau bewältigen zu können, hat die Baubranche heute und in Zukunft einen hohen Bedarf an qualifiziertem Personal. Daher zählt die Arbeitsplatzsicherheit zu den Pluspunkten der Bauberufe. Hinzu kommt, dass aufgrund des steigenden Durchschnittsalters der Firmenbelegschaften die beruflichen Entwicklungs- und Aufstiegschancen für engagierte Nachwuchskräfte sehr gut sind. Sehen lassen können sich auch die weit überdurchschnittlichen Ausbildungsvergütungen in den Bauberufen: Sie liegen im 1. Ausbildungsjahr bei 785 Euro, im 2. Ausbildungsjahr bei 1135 Euro und im 3. Ausbildungsjahr bei 1410 Euro brutto monatlich.

Zu den Vorzügen einer Lehre am Bau zählt nicht zuletzt die hohe Qualität der Ausbildung. Denn die Baubranche bietet jungen Menschen neben der betrieblichen Ausbildung und dem theoretischen Unterricht in der Berufsschule zusätzlich eine umfassende praktische Unterweisung in überbetrieblichen Ausbildungszentren. Da in der Baupraxis heute weniger Muskelkraft, sondern vertiefte Fachkenntnisse gefragt sind, und außerdem immer mehr Baumaschinen die schweren Arbeiten übernehmen, eröffnen die Bauberufe auch jungen Frauen interessante Karrierechancen.

Zeitlich gliedert sich die Ausbildung in zwei Stufen: Dabei umfasst Stufe 1 im ersten Lehrjahr die berufliche Grundausbildung, im zweiten Jahr steht die berufsbezogene Ausbildung im Vordergrund. Anschließend kann in einer Prüfung die Qualifikation als Hochbau-, Ausbau- oder Tiefbaufacharbeiter erworben werden. Im dritten Lehrjahr (Stufe 2) spezialisiert sich der Auszubildende im gewählten Bauberuf. Nach drei Jahren wird die Lehre mit der Gesellenprüfung abgeschlossen.

Im Anschluss an die Ausbildung stehen jungen Fachkräften vielfältige Qualifizierungsmöglichkeiten für den beruflichen Aufstieg offen. So können sie - nach entsprechenden Fortbildung - Vorarbeiter, Polier oder Meister werden. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann es über ein Studium sogar bis zum Bauingenieur bringen. Der Schritt in die Selbständigkeit bildet eine zusätzliche Perspektive.

Insgesamt wurden im Ausbildungsjahr 2016/2017 in Baden-Württemberg über 5700 Nachwuchskräfte in den Bauberufen ausgebildet.

Weitere Infos unter: www.infotag-bauausbildung.de oder www.bau-dein-ding.de