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Pressemeldungen

Bauwirtschaft fordert zügige Koalitionsverhandlungen

„Die Aufgaben sind gewaltig. Jetzt muss rasch gehandelt werden.“

Stuttgart. Die baden-württembergische Bauwirtschaft gratuliert den Abgeordneten zu ihrer Wahl in den Landtag von Baden-Württemberg und erwartet von der künftigen Landesregierung viel Tatkraft bei der Bewältigung ihrer wirtschaftspolitischen Agenda in den kommenden fünf Jahren. „Die nun anstehenden Sondierungsgespräche zwecks Aufnahme möglicher Koalitionsverhandlungen sollten die Parteien nutzen, um sich rasch über die drängendsten Zukunftsfragen für unser Land zu verständigen“, fordert Bernhard Sänger, Präsident der Landesvereinigung Bauwirtschaft. „Parteitaktische Erwägungen müssen jetzt hintenan stehen, denn die Herausforderungen angesichts der Corona-Krise sind gewaltig. Wir als Bauwirtschaft stehen bereit, gemeinsam mit der Politik die notwendigen Aufgaben anzugehen. Auf unsere Branche als wichtige Konjunkturstütze ist weiterhin Verlass.“

Um den wirtschaftlichen Aufschwung nach Corona zu sichern, braucht es nach Ansicht der Bauverbände vor allem zielgerichtete Investitionen. Insbesondere im Bereich der Infrastruktur ist der Bedarf an Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen riesig. Viele Straßen, Brücken, Schulen und Kindertagesstätten warten seit Jahren auf ihre Sanierung. Auch bei der Erweiterung der Digitalisierungsnetze geht es oft nur mühsam voran. Ländliche Gebiete dürften hier nicht abgehängt werden. Das dringlichste Problem aber sei der eklatante Wohnraummangel in Baden-Württembergs Ballungsräumen und Universitätsstädten. „Seit Jahren wird darüber diskutiert, jetzt muss gehandelt werden! Mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau und verbesserte Rahmenbedingungen beim Bauen sind der Schlüssel für gute Wohnungsbaupolitik“, so Bernhard Sänger.

Ein wichtiges Zukunftsthema ist außerdem das nachhaltige und klimafreundliche Bauen. „In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche innovative Baustoffe und moderne Bauverfahren entwickelt. Hier erwarten wir von der Politik allerdings Technologieoffenheit und produktneutrale Förderung aller Baustoffe. Nur so können die klimaschonenden Innovationspotenziale des Mauerwerk- und Betonbaus neben dem Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen gegen die Erderwärmung effizient genutzt werden.“